Sonntag, 13. November 2011

November

Der Herbst ist angekommen, mit graunebligen Tagen und klammen Temperaturen. Aber noch sind die Igel unterwegs, kommen weiterhin abends zur Katzenfütterstelle. Einträchtig daneben ein rotes Katzentier mit weißen Söckchen; schaut gut genährt aus, ist aber sehr scheu. Entweder hat es ein Zuhause, oder es frißt sich bei mir schon länger unbemerkt durch. Madame Graukatze sitzt derweil gesättigt in dem Korbsessel über den Futternäpfen und beäugt etwas mißmutig das Treiben unter ihr. Warum wird behauptet, dass man Igelfütterstellen katzensicher anlegen muss? Bei mir tun sie sich nichts.
Auf dem Acker stehen nun zwei Komposterkisten und tatsächlich, es gibt selbst bei einfachen Holzlattenkompostern Qualitätsunterschiede.
zweierlei Lattenkomposter
Der linke ist vom Frühjahr; schon beim Zusammenkloppen neigte er zum Kippeln und gut befüllt war er schließlich ganz unten in die Knie gegangen, sprich eine Etage einfach weggekippt. Die Einschnitte in den Latten sind zu flach ( die Abstände zwischen den Latten deshalb größer), was deutlich zu Lasten der Stabilität geht. Aus gegebenem Anlass habe ich die Kiste geleert, auf die Weise 1a Kompost zum Anhäufeln der Rosen bekommen, und dann wieder neu zusammengebaut. Muss ich aber nicht alle halbe Jahre haben.
Daneben steht die neue Kiste aus dem Angebot. Etwas niedriger, aber schon beim Zusammenbau deutlich stabiler wirkend. Sieht irgendwie auch besser aus, wenn nicht so viel schwarze Teichfolie dazwischen hervorlugt.
Über beiden steht jeweils einer der billigen Rosenbögen von Nixwieweg; daran baumeln die Köpfe meiner Sonnenblumen und werden derzeit hauptsächlich von Nonnenmeisen besucht. Im Sommer rankten daran Gurken und der Kürbis hoch, aber für solche Gewichte sind sie offenbar nicht gemacht. Nächstes Jahr vielleicht Feuerbohnen?
Ein Rankgerüst muss ich auch für die neu gepflanzten Himbeeren bauen, aber das hat noch Zeit bis zum Frühjahr. Da gutes Werkzeug die halbe Arbeit ist, bin ich jetzt stolze Besitzerin eines "Erdlochbohrers". Bis ich danach suchte, wußte ich gar nicht mal, dass es sowas gibt. Scheint mir aber ein recht praktisches Teil zu sein und vielseitig zu gebrauchen.
Spargelbeet Ende des ersten Jahres
Der Grünspargel neben den Himbeeren war inzwischen gelb und trocken geworden, also habe ich ihn heruntergeschnitten. Der Häcksel davon liegt jetzt als warmer Kragen um die Artischocke gelegt, die bei mir in diesem Jahr leider noch nicht geblüht hat. Ob sie wohl über den Winter kommt?
Dafür hat das Spargelbeet nach dem Stutzen und Jäten eine Decke aus gehäckseltem Topinamburkraut bekommen - der Schredder war doch eine gute Anschaffung. Auch den Holzhäcksel unter den Himbeeren habe ich damit fabriziert, aus jahrelang in der Ecke lagerndem Bambusgras. Davon wird demnächst auch wieder eine Menge anfallen, spröde und auf dem Kompost fast unkaputtbar. Aber als Holzhäcksel unter dem Beerenobst möglicherweise ganz gut zu gebrauchen?
Novembertreibhaus
An sonnigen Tagen, die es in der ersten Monatshälfte immer wieder hatte, wird es im Gewächshaus noch richtig warm, so dass sich sogar das Fenster öffnet. Die Paprikas darinnen sehen inzwischen sehr traurig aus, aber sie lassen sich noch immer beernten! Den Boden hatte ich mit Senf und Tagetes als Gründüngung besät ( Feldsalat wäre möglicherweise besser zu gebrauchen gewesen - nächstes Jahr!), die laufen noch einmal zu Höchstform auf.

2 Kommentare:

  1. Sehr schön, wie Deine Tomaten und Paprika aus dem Gewächshaus leuchten! Ich wünsche Dir einen schönen Herbst!

    Liebe Grüße
    Dagmar

    AntwortenLöschen
  2. Dankeschön - wünsche ich Dir auch! Das Leuchten kommt aber leider nicht mehr von den Tomaten - das sind die wuchernden Tagetes!
    Dein Zwiebelkuchen schaut gut aus; mir wär' aber die Vorbereitungszeit zu lang, ich mach' ihn mit einfachem Hefeteig, grad jetzt wieder zu Martini.
    Liebe Grüße, Elke

    AntwortenLöschen